Die Eindrücke von Franziska Iselinn

Ich habe mich sehr auf dieses Wochenende gefreut , um mehr über "Strassenhunde" zu erfahren.

Meine drei Strassenhunde stammen aus Zypern und ich war gespannt  zu hören, welche Erfahrungen Michele aus Italien mitbringt. 

Am Samstag hat er uns lange Uber die Unterschiede im Leben von halbwilden- und wilden Hunden erzählt. Immer wieder mit Video Sequenzen untermauert und mit praktischen Beispielen begleitet.  Dabei hat er verschiedene Gruppen über Jahre beobachtet. Beindruckt hat mich da, wie ruhig dass das Zusammenleben innerhalb des Rudels abläuft und wie wichtig dass Eltern, aber auch Babysitter in der Gruppe für die weitere Prägung sind. So werden auch die einzelnen Positionen innerhalb des Rudels erkannt und gefördert. Interessant war auch zu sehen, wie die bestehenden "Wanderrouten" regelmässig genutzt werden. Wichtig für ein gutes Leben eines Rudels ist  aber auch die Umgebung, in der der Mensch möglichst begleitet aber nicht eingreift oder einzelne Tiere aus der Gruppe nimmt. Hunde, die in der Freizeit leben und in ein Tierheim gebracht werden, haben meist keine Chance auf eine gute weitere Entwicklung und fallen häufig in eine tiefe Depression.

Am Sonntag war ein grosses Thema das Markierverhalten, was auf sehr viele verschiedene Arten stattfinden kann. Mir war das bis anhin nicht so bewusst,  was alles unter diese Rubrik fällt. Auch hier konnte man sich in Videos verschiedene Bespiele anschauen. Weiter berichtete Michele auch von geglückten, aber auch völlig fehlgeleiteten Interventionen von Menschen in das Leben der Hunde unter dem Namen "Tierschutz". Zudem zeigte er uns Bespiele von seiner Arbeit mit Hunden im Tierheim oder mit ihren Besitzern bei anstehenden Problemsituationen.

Er hat uns gebeten, dass wir  noch mal mehr auf die Körpersprache unsere Hunde achten sollten, um das Zusammenleben zu verbessern. Ich bin dankbar, dass ich mit meinen Hunden leben darf und dieses spannende Seminar besucht habe.

Danke e ciao a tutti.